ERFOLG!REICH - DER Business & Finance Podcast mit Sven Lorenz

#857 Businesstalk mit Dimitrij Tarasenko

November 09, 2023 Sven Lorenz - Erfolgreiche Unternehmer/innen sprechen über finanziellen Erfolg
ERFOLG!REICH - DER Business & Finance Podcast mit Sven Lorenz
#857 Businesstalk mit Dimitrij Tarasenko
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In dieser Episode tauchst du mit uns in die Geschichte von Dimitrij Tarasenko ein, der seine Ingenieurskarriere hinter sich ließ, um als Dima Schine in der Social-Media-Welt durchzustarten. Er ist der Kopf hinter CREW10, einer Kreativagentur, die bereits TikTok eroberte, bevor es jeder kannte. Lass dir von Dima selbst erzählen, wie aus Skate-Videos und einer Leidenschaft fürs Visuelle ein florierendes Business wurde. Erfahre, wie er und sein Mitgründer Robin Maeter mit Mut und Kreativität eine Branche prägten, in der viele andere nur Risiken sahen. Eine inspirierende Geschichte über den Glauben an die eigene Vision, die sicher auch dich motivieren wird!

Mehr zu dieser Podcast Folge findest du hier in den Shownotes:

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Speaker 1:

Als Unternehmer gibst du täglich dein Bestes und nimmst Risiken in Kauf. Möchtest du finanziell unabhängig werden und von anderen lernen? Der erfolgreich Podcast von Wirtschaftsberater und Finanzexpert Sven Lorenz bietet dir interessante Sichtweisen und Lösungsansätze, mit erfolgreichen Unternehmern als Gäste. Hol dir Impulse für dein Business und profitiere von deren Erfahrungen. Viel Vergnügen mit der aktuellen Folge.

Speaker 2:

Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Interviewfolge hier im Erfolgerreich Podcast. Ich bin Sven Lorenz und habe wieder einmal einen sehr spannenden Interview-Gast für dich. Sein Name ist Dimitri Tarasenko, aber er bezeichnet sich mit einem Künstlernamen in der Kreativbranche als Diem-Maschine. und was das alles damit zu tun hat, wie er sein Business gefunden hat, was sie eigentlich alles tun in ihrer Company, die es auch schon seit einer ganzen Weile gibt, das werde ich jetzt mit ihm besprechen. Aber Dima, erst mal herzlich willkommen hier im Podcast.

Speaker 3:

Ja, vielen, vielen Dank. Ich freue mich wirklich, dabei zu sein. Als die Anfrage von dir so kam, dachte ich so okay, schon cool. Ich bin so ein bisschen geährt, weil der Podcast ist auf jeden Fall bekannt in der Branche. Deswegen ja, let's go, ich freue mich.

Speaker 2:

Ja, Dima, lass uns direkt mal so einsteigen. Der eine oder andere würde ich noch nicht kennen, Und Crew10 ist aus meiner Sicht natürlich schon eine ziemlich bekannte Marke in der Kreativ und Fotobranche. Aber vielleicht kannst du uns ein bisschen abholen. So wie war dein Werdegang eigentlich bis dahin, bis heute? Was habt ihr eigentlich so in den ganzen letzten Jahren alles auf die Beine gestellt? Und dann gehen wir mal ein bisschen tiefer in die Themen rein, die so meine Hörer wahrscheinlich auch beschäftigen.

Speaker 3:

Ja, witzigerweise komme ich eigentlich gar nicht ursprünglich aus der Kreativ-Branche. Oder habt ihr jetzt nichts gelernt? Denn das war immer so irgendwo mein Hobby, und ich habe ursprünglich eigentlich Maschinenbau studiert. Also passt eigentlich mit der Kreativ-Branche überhaupt nicht mit überein, weil es geht da einfach nur um Zahlen und um Mathematik am Ende. Und ja, woher das eigentlich gekommen ist, war, weil gesellschaftlich die Kreativ-Branche nicht so richtig anerkannt ist, weil man sagt, man kann da nicht Geld verdienen. Also man kann einer von einer Million sein, der Glück hat und irgendwie erfolgreich ist. Aber das ist nicht so der Standardweg, den man geht, und deswegen habe ich erstmal Plan A gemacht, und das war mein Studium. Das habe ich beendet, hab dann auch noch Maschinenbau im Wirtschaftsingenieurwesen angefangen, im Master, hab den aber nicht zu Ende gebracht, weil ich mein Hobby dann irgendwann zu Beruf gemacht habe und wir mit Robin irgendwann gegründet haben. Aber die Story mündet eigentlich noch viel weiter vorne. Wie kam ich eigentlich überhaupt dazu? zum Foto und Videografieren Unsere Brand Cruten ist quasi eine Foto und Videoagentur mit einem Schwerpunkt Social Media, und ich habe eigentlich angefangen zu fotografieren und Videos zu machen, schon mit 12, 13, die ersten Skate-Videos habe ich da aufgenommen. Die ersten Skate-Fotos habe ich gemacht mit ganz easy Camcorders, wo noch tape drin war also wirklich auf Band noch. Das waren so die ersten Videos, und die ersten Fotos waren auch quasi auf tape noch. Die mussten noch projiziert werden, und da mündet das Ganze, und aus diesem Hobby heraus haben wir dann irgendwann Cruten gegründet. Das hieß, die Bilder müssen ja damals schon zumindest irgendwie cool geworden sein dass du sagst okay, vielleicht habe ich hier wirklich einen Talent dafür und mach mal was draus, oder Denkt man also, wie gesagt, ich war 12, 13, am Anfang war es halt einfach nicht geil, du hast einfach auf den Record-Button gedrückt und hast einfach probiert, und das begleitete mich mein Leben lang. Also, ich habe dann irgendwann mit 16 meine erste Spiegel Reflexkamera dann mir holen können, beziehungsweise, mein Papa hat mir dann so eine alte geholt, bei eBay ersteigert, und da wusste ich immer noch nicht okay, wie bekomme ich einen verschwommenen Hintergrund? Das ist für den Fotografen so der erste Punkt, den man lernen muss wie bekomme ich verschwommenen Hintergrund, damit die Fotos halt bisschen geiler aussehen? Und mit solchen Dingen habe ich mich beschäftigt und habe mich in der Szene dann bewegt. Irgendwann gab es dann Instagram. Das wurde für mich auch spannend, weil dieses visuelle Material ja immer im Vordergrund war Und ich durch Skaten dann halt immer Fotos und Videos gemacht habe. Irgendwann kam noch eine andere Sportart, tricking, dazu, auch eine kreative Sportart. Also ist so, wie sagt man, akrobatik-tournen, aber im Freestyle-Bereich, und dort brauchst du halt auch, wie sagt man, videomaterial, um dich selbst zu reviewn, bedeutet, du weißt nicht, wie der Trick aussieht, du kannst ihn nur fühlen, und damit du das siehst, musst du es einmal aufnehmen. Und so hat man sich dann gegenseitig in der Sportart aufgenommen und auch da wieder Fotos und Videos gemacht, und du hast dich die ganze Zeit mit dieser Technik befasst. Natürlich siehst du dann von anderen, dass die das professionell machen. Also Fotos und Videotechnisch Sieht einfach cooler aus, was die machen, und denkst auch okay, wie kriege ich das auch hin. Und so hat mich dieses Foto und Videoding eigentlich mein Leben lang durchbegleitet, bis zum Studium. Und Social Media hat das dann nochmal gepusht. Wir haben, wie gesagt, auf Instagram angefangen, dann irgendwann haben wir das auch auf YouTube verlagert. Irgendwann kam dann noch TikTok. Da waren wir mit Croutin, eine der ersten Brands in Deutschland, die überhaupt auf TikTok da waren. Also wir haben direkt ein TikTok-Account mit Croutin gegründet. Das war Januar 2019, also noch vor dem ganzen Hype. Wir waren mit The Early Birds da, und so hat sich das Ganze quasi entwickelt, aus einem Hobby heraus. Das lief immer nebenbei, neben meinem Studium. Und irgendwann habe ich gesagt okay, ich schmeiß jetzt meinen Master und gründ jetzt mit Rob zusammen die Agentur, und wir geben zusammen Gas. Und er hat tatsächlich eine ähnliche Historie. Er kam auch aus dem Tricking-Bereich, er hat auch gescaded, aber das ist zu vernachlässigen. Aber auch dort im Tricking-Bereich hat er quasi das Gleiche gemacht. Er hat Fotos und Videos gemacht, um zu gucken, okay, wie sieht der Trick aus. Und dann hat er auch irgendwann gesagt ich möchte das noch geiler machen. Und obwohl wir uns da noch nicht kannten, haben wir parallel eine ähnliche Story gelebt. Also richtig widerspricht.

Speaker 2:

Okay, also zwei Brüder im Geiste mit denselben Interessen. Das ist ja schon mal super.

Speaker 3:

So kann man sagen.

Speaker 2:

Das stellt sich natürlich für mich die Frage. Ihr habt euch die ganze Zeit natürlich auch so im Review, wie du sagst für eure Tricking-Sportarten entsprechend immer eigenes Videomaterial besorgen müssen. Und dann kommt plötzlich die Gründung von Crew 10 als Service Agency. In der Regel zieht man ja das Selbstbewusstsein für die Gründung einer solchen Agentur Ja zunächst erst mal erstens als der Qualität des eigenen Materials. Aber irgendwer muss ja mal bei euch angeklopft haben und gesagt haben hey, jungs, sagt mal, könnt ihr so was für mich inszenieren? Oder wie würde das denn aussehen, wenn ihr das für mich macht? Oder habt ihr einfach gesagt nee, wir können das jetzt super, wir machen eine Agentur auf, und dann gucken wir mal, wann wir so den ersten Kunden kriegen.

Speaker 3:

Ja, also, das stimmt. Und dann kam dann das ganze Münden. Und bei uns war das so, dass wir auf Instagram schon ich sag mal, 15.000 Follower irgendwann hatten, 2016. Und dann kamen viele Brands auf uns zu, weil das war gerade so der Hype vom Influencer-Marketing. Und Rob und ich haben dann gesehen, andere verdienen damit Geld oder bekommen irgendwie Sachen for free. Und dann haben wir gesagt, wir wollen auch irgendwo Influencer werden. Das Ganze ist natürlich an Content-Produktionen gekoppelt Foto und Videomaterial Zu dem Zeitpunkt eher Fotomaterial, weil auf Instagram noch keine Videos veröffentlicht werden konnten. Und dann haben wir mit ganz vielen Brands geschrieben, und dann haben wir auf einmal Uhren umsonst bekommen, taschen umsonst bekommen, rucksäcke umsonst bekommen und mussten als Gegenleistung das auf unserem Account schön darstellen. Und dann kam irgendwann der Moment, dass die Brands gesagt haben, ihr müsst das gar nicht bei euch posten, sondern wir brauchen den Content selbst. Anscheinend haben die Brands dann irgendwann verstanden, content-produktionen ist wichtig. Wir müssen auch laufende Accounts aufbauen, wie zum Beispiel die Kapitän Zahn und Paul Huit. Das sind so Uhren-Brands, die auf Influencer-Marketing basieren. Und ja, dann haben wir den Content den zur Verfügung gestellt und haben mal 50, mal 100 Euro bekommen Und dachten so okay, krass, geil, wir können damit Geld verdienen. Anscheinend war unser Content dann schon so ansprechen, dass die anderen Firmen das dann halt von uns als Dienstleistung haben wollten. Wir hatten aber damals noch diesen ganzen Business-Gedanken gar nicht. Für uns war das mehr Spaß, wir hatten einfach Bock drauf, es war unsere Leidenschaft, und wir haben es einfach gemacht. Wir waren froh, wenn wir 50 bis 100 Euro dann verdienen konnten. Und daraus ist das Ganze quasi entwickelt, dass immer mehr Anfragen kamen, und auf einmal kamen irgendwelche kleineren Imagefilme, kleineren Produktvideos, so was halt. Und dann wurde Video immer stärker fokussiert, weil Instagram auf einmal auch Video-Uploads erlaubt hat, und das hat uns nochmal einen Boost gegeben, weil viele dann auch auf dem Video-Marketing gesetzt haben und bei uns immer mehr Videoproduktion gebucht haben.

Speaker 2:

Okay, also um euer Geschäft zu verstehen ihr habt irgendwann mal angefangen, so als Influencer. Ihr habt eigenen Content produziert, habt den auf eurem Kanal gebracht. Die Brands haben festgestellt wow, die Jungs gehen ja hier richtig mit dem Content durch die Decke. Das machen die super. Das wäre eigentlich viel cooler, wenn wir als eigene Brand auch ein Content-Kanal hätten. Aber wir sind ich sage das jetzt mal so dumm umgangssprachlich, wir sind so durf, das selber zu machen, oder wir wollen kein Team dafür aufbauen. Die Jungs machen das richtig super. Die sind zu euch gekommen und haben gesagt könnt ihr uns den Content entwickeln? Wir bezahlen euch für den jeweiligen Content-Peace Betrag X. Und dann habt ihr losgelegt, habt das mit Video und Fotomaterial unterfüttert, habt den Content zusammengestellt. Die konnten den ihren Plattformen verwenden oder ihren Profilen verwenden, und ihr habt das Geld dafür bekommen, richtig.

Speaker 3:

So ungefähr. Also es gab schon ein paar Vorreiter. Ich habe einen Namen genannt, kaptenden Zahn. Die waren sehr, sehr früh mit Influencer-Marketing und Instagram, also Social-Media-Marketing am Start, und die haben das Know-How schon gehabt, und die haben mit ganz vielen Influencern zusammengearbeitet. Für die war es interessant, weil wir schon irgendwo eine kleine Bekanntheit hatten. Wir waren nicht groß, das muss man auch dazu sagen. Wir waren Mini-Influencer, möchte gerne Influencer, vielleicht sogar. Und die haben gesagt okay, die stellen uns Content zur Verfügung, und wir haben dann die Masse, weil die haben auch von der Masse gelebt. Die braucht auf einmal ganz viel Content, weil die gemerkt haben, dass es ein sehr, sehr schnelllebiges Business Bedeutet. Wir müssen am Tag drei Fotos posten, und so viel hätten die als Company selbst gar nicht produzieren können. Deswegen haben die mit ganz vielen kleineren Influencern gearbeitet und sich mega günstig Content eingekauft. Das war so quasi unser Entry in das Game und für die ein riesen Vorteil, um die Brand höher zu positionieren und schneller wachsen zu lassen.

Speaker 2:

Okay, jetzt hast du ja vorhin gesagt, es gab mal so ein High im Markt, so ein absolutes Highlight oder so ein Peak in Bezug auf Influencer-Marketing. Momentan habe ich eher den Eindruck, dass das ganze Thema Influencer gar nicht mehr so. Ich sage mal, pushy unterwegs. Es kann natürlich auch an mir liegen, dass ich das jetzt nicht so verfolge, aber wie ist momentan so dein Eindruck von Influencer? und geht das mehr darum, wieder das Brand sich auf sich selbst besinnen und sagen, ich mache das, was meine Kernmarke aus, man mache ich selber und mache dann andere Formen von Kampagnen und lasse mich nicht mehr so sehr auf die Influencer-Welt ein? oder ist tatsächlich Influencer sein immer noch en vogue?

Speaker 3:

Auf jeden Fall, es ist immer noch en vogue, wie du da sagst. Es hat sich so ein bisschen geändert. Also früher hat man dann, wie gesagt, influencer ganz günstig eingekauft, irgendwann wurde es dann exorbitant teuer. Mittlerweile ist es dann mehr so in der Kooperation. Also, man nennt das Co-Creation, bedeutet, dass Brands dann die eigene Produkte haben, zu einem Influencer gehen und sagen lass mal gemeinsam ein Produkt machen, und dann gibt es viele Influencer-Produkte. Hast du wahrscheinlich gesehen, bei DM gibt es mittlerweile auch ganz viele Influencer-Produkte. Bibi Beauty Palace hat dann irgendwelche Produkte dann auf einmal auf dem Markt, und das war dann Zusammenarbeit mit DM, zum Beispiel. Und solche Co-Creations sind jetzt gerade ich sag mal so der Punkt, wo die Brand auf Augenhöhe mit dem Influencer zusammenarbeitet. Aber das Influencer da sein jetzt schon Out ist, würde ich nicht sagen. Es hat sich auch so ein bisschen gewandelt, weil Influencer nennt man nicht mehr Influencer, sondern Content Creator, so ein Creator. Die kreieren nämlich etwas und wollen Leute nicht direkt beeinflussen, sondern wollen einfach mit einem Produkt coole Videos machen oder coole Fotos machen, coole Content machen. Und wie gesagt, das hat sich so ein bisschen gewandelt. Aber Brand und Influencer arbeiten immer mehr auf Augenhöhe, weil die Brands verstanden haben, was für einen Einfluss Influencer haben, und die Influencer haben verstanden, dass die Brands nicht mehr bereit sind, exorbitante Summen einfach für random Reichweite zu bezahlen.

Speaker 2:

Okay, jetzt habt ihr ein bisschen den Fuß in dem Markt. Die erste Frage, die mich so anspringt, ist wenn ich jetzt eine Brand bin, warum sollte ich mich jetzt eigentlich auf einen Influencer oder einen Content Creator ja, ich sage mal fokussieren, mit dem in eigenes Produkt bauen, wenn ich doch theoretisch viele davon für das Marketing meiner Produkte gewinnen kann? Oder hat sich da auch eine gewisse Exklusivität in den Vermarktungsaktivitäten seitens der Content Creators ergeben?

Speaker 3:

Also, es gibt ja auch verschiedene Strategien. Manche Brands machen das mit mehreren Influencern, weil es kommt halt deutlich authentischer, wenn du eine Person hast, die, ich sage mal, eine geile Reichweite hat und wo die Community zu der Brand extrem matcht. Sagen wir, du hast Settel für Pferde, und du hast dann als Influencerin eine Reiterin, die täglich auf diesem Sattel sitzt. Bedeutet, wenn man gemeinsam so ein Sattel entwickelt, hat die Creatorin viel mehr Lust, diesen Sattel bei sich zu platzieren, weil es ihr eigenes Produkt ist. Bedeutet, sie bringt den Content noch authentischer rüber, als wenn die einfach irgendeinen Sattel von dieser Brand bekommt und den vermarkten muss. Das ist so, ich sage mal, der Gewinn für die Brand. Du gehst auf eine Community ein, die diesen Bezug hat, und der Creator ist noch deutlich authentischer, weil er sein eigenes Produkt vermarktet, und so hat man noch mehr Bindung zu der Community aufgebaut.

Speaker 2:

Ok, ich hätte jetzt in meinem Leichtsehen gesagt dann suche ich mir halt zehn Reiterinnen raus und gehe dann sozusagen über den zehnfachen Multiplikatoneffekt und vermarkte halt den Sattel, so, dass er nicht zu einer Person passt, sondern dass er natürlich schon aufs Reiten passt. Und scheinbar hat sich aber da wirklich ein bisschen was verändert, dass die Wahrscheinlichkeit, dass du viele Menschen erreichst, über die authentische Darstellung eines gemeinsam kreierten Produkts das reine werbliche überstrahlt.

Speaker 3:

Absolut. also wir sind auch hier jetzt gerade in so einer Zeit, wo Werbung immer weiter in den Hintergrund rückt, quasi, dass du dann den Sattel nicht einfach als Produkt darstellt, sondern das einbindest in dein Daily, dass du quasi das den Sattel einfach benutzt und den nicht einfach zeigt. hier ist der Sattel, kauf ihn, weil mittlerweile, wenn wir jetzt auch von Agen Z zum Beispiel sprechen, die haben so ein Adblocker schon in ihrem Kopf verankert, also die leben damit quasi schon. die sind halt nochmal ganz anders aufgezogen worden oder sind größer geworden als wir, bisschen so wie wir haben ja auch sogar eine Differenz an Alter. und diese sind mit so einem Adblocker aufgewachsen, bedeutet, wenn die etwas werbrische sehen, schalten sie direkt ab, und die Swiping direkt weiter, gucken sich das gar nicht an und nehmen das gar nicht so richtig, wahr? Aber wenn die das in so einem authentischen Video sehen, ist es für die in Ordnung, wenn das da gezeigt wird, und wenn die dann Interesse zeigen, werden die sich auch mit diesem Produkt auseinandersetzen. Deswegen authentischer Content ist wichtig. Werbe Content ist sehr, sehr schwierig.

Speaker 2:

Ich habe grundsätzlich den Eindruck, dass das Thema Werbung eigentlich nur noch für echt haptische Produkte gut funktioniert. Also, das ist jetzt zumindest mal so meine Wahrnehmung, egal, ob ich jetzt auf Instagram unterwegs bin, auf Facebook unterwegs bin, was ich selten genug mache, zum Glück Aber wenn ich es mir anschaue, dann sehe ich das so. Alles, was so haptische Produkte sind, also typische Sachen, so wie ich sage mal Klamotten, die da angeboten werden, oder irgendwelche Stickereien auf Klamotten oder Bettwäsche oder sonstige Sachen, wenn solche Sachen angezeigt werden, dann hast du in der Regel dort auch eher die Likes drunter, du hast dort eine Interaktion drunter, und dieser ganze Shitstorm, den du sonst so kennst bei Werbung, hast du nicht, während du oftmals zum Beispiel im Dienstleistungssektor, wenn da Werbung im Markt erscheint, hast du immer irgendjemanden, der sich darüber auskotzen will, was da jetzt schon wieder irgendwie für eine Werbung gezeigt wird oder was da schon wieder dafür für eine Dienstleistung promultert wird. Wie ist denn da eigentlich deine Wahrnehmung? Passt dieses Thema Content Creator Corporations nur auf, zum Beispiel haptische Produkte, also Parfum oder keine Ahnung Bücher oder sonst irgendwas, oder passt es auch zu Dienstleistungen? nutzen Dienstleister diese Art von Kooperation mittlerweile auch?

Speaker 3:

Absolut, also vor allem so. App-hersteller würde ich jetzt auch als Dienstleistung irgendwo bezeichnen, machen das auch. Zum Beispiel Steuerbott kennt man wahrscheinlich in der Branche ich weiß nicht, ob du das kennst, das ist eine Tochter von Tax Fix die erleichtern dir, eine Steuererklärung zu machen durch die App, wo du durchklicken kannst, und sowas ist für die Leute auch ein Vorteil. Das Problem bei Dienstleistungen ist, dass du quasi das Produkt nicht direkt bewerten kannst. So eine Hose kann ich sehen. Okay, die ist blau, die hat zwei Taschen, die hat dann vielleicht noch einen Aufdruck, weil die gerade für die Gen Z gemacht ist, und du weißt, was du kaufst. Bei einer Dienstleistung siehst du es halt nicht. Deswegen sind die Leute da noch mal skeptischer, Und weil die Internetphase, die wir so durchlaufen haben, viel Scam hatte und die. Leute das Vertrauen der anderen ausgenutzt haben, ist. Dieser Vertrauensfaktor muss sehr, sehr hoch sein, damit der andere das nicht als Scam sieht und nicht kritisch das Ganze beäugelt Bedeutet. Wenn wir Dienstleistungen verkaufen wollen oder Dienstleistungen auch bei Influencern platzieren wollen, brauchen wir als Brand ein sehr, sehr hohes Vertrauen generell im Markt. Und das müssen wir uns erarbeiten durch einfach eine geile Dienstleistung. Das heißt, du hast deinen ersten Kunden stammen, du musst dir am besten Google-Bewertungen aufbauen, du musst die Website cool haben, du musst auf Instagram zeigen, wer hinter dieser Dienstleistung steckt und wie die Dienstleistung abläuft. Am besten hast du noch Testimonials von deinen Kunden, also das heißt Kundenfeedback, den du verfügst und einmal zeigst. Das heißt, es geht eigentlich nur um Vertrauen bei einer Dienstleistung. Darauf basiert das Ganze. Das heißt, wenn man sowas platzieren möchte, sollte man als Brand schon vorher irgendwo Vertrauen suggerieren, und am besten arbeitest du dann mit auch seriösen Creatern, die auch schon ein hohes Vertrauen bei ihrer Community haben. Wenn diese beiden Faktoren aufeinander treffen, dann kann man eine Dienstleistung auch geil platzieren, ohne ein Shitstorm zu erhalten.

Speaker 2:

Okay, jetzt merke ich ja und das riech ich ja sozusagen aus meinem Social Media Team ja auch immer mehr gespiegelt. die Welt wird immer anspruchsvoller in Bezug auf schnell konsumierbaren Content, Und das in der Regel mittlerweile stark orientiert am Video Marketing oder überhaupt an Videoproduktionen. Wie ist denn da so eure Erfahrung, beziehungsweise wie seht ihr da den aktuellen Markt? Am Gefühl kommt ja keiner mehr am Thema Video vorbei.

Speaker 3:

Das ist absolut richtig. Das war jetzt so der Push bei TikTok extrem. Wie ich es schon gesagt habe wir waren einer der ersten Brands auf TikTok, Wenn nicht sogar die erste. Januar 2019 sind wir drauf gegangen. Dann hat irgendwann Instagram schnell nachgezogen mit Reels, dann hat YouTube nachgezogen mit Shorts, dann hat Snapchat nachgezogen mit Spotlight. Also alle haben auf einmal Kurzvideos posten lassen können auf ihrer Plattform, haben quasi so Kurzvideo-Formate integriert, weil die gesehen haben, bei TikTok es ist abgegangen und TikTok auf einmal einen riesen Marktanteil gewonnen hat, weil Videokontent für die Leute interessant war, Vor allem Kurzvideo-Content, weil du dir Videos reinziehen kannst und schnell unterhalten wirst und viel Abwechslung hast und viel Informationen in kurzer Zeit aufnehmen kannst. So das ist irgendwo so der Grund. Und ja, das haben sich halt viele Brands zur Nutze gemacht und haben mal gemerkt okay, wir können uns da platzieren. Und das ist wirklich explodiert. Danach haben dann immer mehr Brands das genutzt, und irgendwo ist es jetzt ein Standard geworden, weil, wenn du Sichtbarkeit als Brand haben möchtest, musst du da halt mit Spielen und Kurzvideos produzieren und auf Social Media am Start sein, Weil du kannst das geilste Produkt der Welt haben. Aber wenn das keiner sieht und wenn du einfach als Brand nicht sichtbar bist, dann bringt dir das Produkt am Ende auch nichts, weil du musst halt irgendwie den Leuten zeigen, wie cool dein Produkt ist. Und das ist so der Grund, warum Video Marketing halt unglaublich wichtig ist, Weil damit erzeugst du viel mehr Reichweite und kannst auch viel mehr Informationen weitergeben als klassisch durch Fotos, so wie es früher auf Instagram war.

Speaker 2:

Okay, dann kommt jetzt gleich eine direkte Frage hinterher. Das Thema Reichweite gewinnen ist ja du hast gerade gesagt, eminent, damit überhaupt, das man dein Produkt gesehen wird, damit du als Brand gesehen wirst, etc. Es gibt ja im Prinzip so aus dem klassischen online Marketing ja einerseits die conversion Kampagnen und andererseits die sogenannten Reach Kampagnen. Also wenn du jetzt irgendwas bezahltes machen willst, während dir eben Reach Kampagnen außer Reichweite gar nichts bringen also kommst du nicht nicht gleichzeitig einen Kunden damit, sondern du generierst das Marfollower, und zu denen musst du das vorhin schon beschriebene Vertrauen aufbauen Hast du halt bei Content, bei, bei, bei, bei, bei conversion Kampagnen natürlich schon den Anspruch, dass du den Leuten irgendwas verkaufen kannst. Jetzt hast du ja viele, die sagen am Anfang naja, also Gleich direkt hier irgendwelche Riesen Budgets in irgendwelche Reach Kampagnen stecken, ohne dass ich da jetzt wirklich einen monetären Gegenwert habe, ist es schwierig. Was hast du denn so erfahrungsgemäß für Tipps für die Menschen, die sagen Okay, also, ich stehe für Qualität, ich stehe für guten Content, ich stehe für. Ich sage, ich bin offen für das Thema Video, aber ich würde das gerne auch organisch irgendwie nutzen wollen und das aber intelligent anpacken. Gibt es da irgendwie so eine Strategie oder ein bisschen Input von deiner Seite, wie die das am besten machen können?

Speaker 3:

Auf jeden Fall. Also, wir haben schon mehrere Kanäle aufgebaut, und wir haben immer komplett organisch aufgebaut, bedeutet, dass wir da kein Media eingesetzt haben, wir haben kein Geld für Werbung ausgegeben, sondern haben einfach organischen Content gemacht, erzeugt, produziert und den gepostet. Und da sind Accounts teilweise auf 70.000 Follower auf TikTok in einem Jahr hochskaliert, was halt schon eine sehr, sehr coole Zahl ist. Und das haben wir nur dadurch gemacht, indem wir verschiedene Formate durch dort gepostet haben, bedeutet, ich möchte erst mal wissen, wen möchte ich erreichen als Brand, und was ist so meine Zielgruppe, und womit befasst sich meine Zielgruppe, und was bietet meine Brand der Zielgruppe so? Darauf haben wir mehrere Formate entwickeln, haben gesagt, testen Format A, format B, format C, zum Beispiel einmal Infotainment Content, wo wir Informationen vermitteln auf eine entertaining Art, das heißt einfach auch bisschen mit Witz, bisschen mit Authentizität und so, dass der Content irgendwie cool konsumierbar ist. Dann haben wir ein weiteres Format, wo wir vielleicht eher schlichter die Informationen vermitteln, ohne viel Entertainment. Und dann haben wir auch noch Sketch gemacht, wo wir zum Beispiel sagen okay, das sind reine Comedy Videos, die irgendwo mit der Brand zu tun haben, aber nicht direkt irgendwie das Produkt zeigen oder sagen, wo für die Brand steht. Und diese drei Formate haben wir dann getestet haben, dann geguckt okay, über ein Monat haben jeden Tag Videos veröffentlicht Das war zum Beispiel auch immer unser Anspruch beim Kanalaufbau jeden Tag Kurz Videos posten, und das 365 Tage. Das heißt, es muss jeden Tag wirklich was kommen, am besten sogar zweimal. Wenn es geht, und danach kannst du nämlich schnell sehen gehe ich auf die richtige Zielgruppe, welcher Content funktioniert, und dann gehst du in eine Review Schleife und entwickelt deine Formate weiter, und manche Formate fliegen dann vielleicht raus. Bei anderen siehst du vielleicht okay, wir können auch noch ein zusätzliches Format entwickeln, weil vielleicht ein bestimmtes Video noch mal viral gegangen ist. Und dann musst du halt Zahlen checken. Da geht es auch ein bisschen um Mathematik, da kommen mir mein Studium wieder zugute. Man muss in die Analysen gucken und verstehen welche Leute gucken deine Videos, warum werden deine Videos geguckt, und wie kann ich vielleicht die Videos so kreieren, dass sie noch besser geguckt werden. Da gibt es zum Beispiel Statistiken bei TikTok, die ziemlich geil sind. Ich habe jetzt viel von diesem TikTok Account gesprochen. Da haben wir nämlich die Analysen immer zugezogen und haben dann darauf weitere Videos kreieren können, die dann viral gegangen sind.

Speaker 2:

Okay, das klingt jetzt ein bisschen so wie der Wunschraum der meisten. Jetzt fallen mir so zwei, drei Fragen dazu ein. Das erste ist ja, es gibt da draußen ja so unglaublich viele Dienstleister, die dir sagen hey, kommt zu uns, wir machen deinen TikTok Account oder wir machen deine ganzen Social Media Account, und wir bringen dich innerhalb von kürzester Zeit da quer durch die Decke. Das ist ja ein Versprechen, das kannst du ja nicht zwingt in jeder Branche einlösen. Deswegen mal die Frage an dich bei all denen, die behaupten, du kannst jeden TikTok oder jeder bei TikTok, du kannst jede Branche oder jedes Business bei TikTok In einem Jahr, wie du es gerade beschrieben hast, mit so einer Folg Story zum Beispiel von 70.000 Follower richtig auf die auf den Weg bringen und pushen. Was ist da dran? funktioniert das wirklich?

Speaker 3:

Ja, also erst mal, wenn es ein Unternehmen gibt, gibt es auf jeden Fall Kundschaft dafür, und wenn es Kundschaft gibt, gibt es auf jeden Fall Zuschauer für den bestimmten Content. Es hängt aber trotzdem von vielen Faktoren ab. Wie gesagt, die Kreativität spielt eine hohe Rolle. Wer ist vor der Kamera, acted, dergut? ist die Umsetzung geil? ist der Schnitt gerade stilgerecht für die Zielgruppe? ist die Zielgruppe generell auf, sagen wir mal, tiktok, wenn wir jetzt von TikTok sprechen, oder Instagram Oder vielleicht auf YouTube? das sind halt auch noch mal Punkte. Also das sind viele Faktoren, die erstmal betrachtet werden müssen. Um jetzt eine konkrete Aussage zu machen Wenn wir jetzt vielleicht von ich weiß nicht Skalpeln in der Medizin sprechen, keine Ahnung, ob man da ein TikTok Account aufbauen kann. Ich glaube, schwierig, weil der Content einfach schwierig ist, weil ich kann das Karpel nicht in der Anwendung zeigen, und da fängt es also ich sage mal an, schwierig zu werden. Aber generell würde ich behaupten, dass man sehr viele Branchen auf TikTok geil platzieren kann und irgendwo Erfolgs Stories aufbauen kann.

Speaker 2:

Okay, jetzt hast du gerade nochmal in einem anderen oder in dem in dem Intro zu dem Themenbereich gesagt TikTok fing praktisch an, die kam auf dem Markt, dann hat Instagram nachgezogen, dann hat YouTube nachgezogen etc. Und plötzlich haben die alle Videomaterial beziehungsweise machen die so ihre eigenen Video Content Pieces und dann stellt das zur Verfügung. Die Frage, die sich mir natürlich in so einem Kontext oder Kontext immer wieder stellt, ist Es haben die alle irgendwelche Kurzvideo Formate. Wodurch unterscheiden sich jetzt diese Kanäle wieder voneinander? also die Frage ging mir letztens erst durch den Kopf, weil, wenn du praktisch ein Content piece mittlerweile als Videofomat 20, 30, 50 Sekunden die Laufzeiten sind ja auch teilweise erweitert wurden pro Kanal, wenn du das alles zur selben Zeit oder immer auf allen Kanälen posten kannst, also wo ist jetzt irgendein Kanal noch dann Unik?

Speaker 3:

Ja, ich würde sagen, kein Kanal von den ist Unik.

Speaker 2:

Danke für diese Aussage.

Speaker 3:

Es ist wirklich, am Ende sind das die gleichen Formate. Du hast halt auf Instagram ein bisschen andere Zielgruppe, weil da eher ich sage mal mehr ältere Leute sind. auf TikTok sind mehr jüngere Leute, auf Snapchat sind die teilweise sogar noch jünger als auf TikTok. auf YouTube ist es so voll gemixt, und aber so, ein Kurzvideo ist halt ein Kurzvideo, und ob das jetzt auf YouTube oder TikTok gepostet wurde, die Psychologie des Menschen bleibt die gleiche. Es kommt nur darauf an ist meine Zielgruppe gerade da auf der Plattform und bin ich der Zielgruppe auch gerecht geworden mit meinem Content, und das entscheidet dann über den Erfolg des Videos. Aber wir haben halt auch echt schon viele Fälle gehabt, wo wir das gleiche Video auf drei Plattformen gepostet haben, und es ist überall viral gegangen, weil das Video einfach geil war, ganz einfach.

Speaker 2:

Okay, und eure Dienstleistung besteht jetzt darin, nicht nur das Material zu machen, sondern eben dem Kunden auch zu sagen, wie ihr seine Brand in der Vermarktung des Contents zum Beispiel sehen würdet, wo ihr sagen könnt lass uns hier mal ordentlich was draus machen, lass uns hier mal folgende Sachen ausprobieren, Wie du es gerade gesagt hast, ein bisschen humorvoll oder ein bisschen sketchmäßig oder wie auch immer, sodass ihr über diese Testphase mit dem Kunden natürlich auch schnell zu Ergebnissen kommt was spricht die Zielgruppe jetzt am meisten an, und was konvertiert nachher irgendwo auch?

Speaker 3:

Genau, also absolut. Wir arbeiten am liebsten mit dem Kunden, so dass wir in die Strategie als erstes reingehen, gemeinsam die Brand uns anschauen und die uns auch ich sag mal ihre interne Markenstrategie einmal sagen, damit das halt passt, damit der Videokontent in deren Strategie passt, Und dann gehen wir in die Konzeption, entwickeln die ersten Content Pieces zusammen mit dem Kunden, weil der Kunde hat das Expertenwissen seines Produkts oder seiner Brand, und wir haben das. Expertenwissen in der Videobranche oder in der Social Media-Branche, wie man das jetzt auch nennen möchte, und gemeinsam auf 50-50 Basis funktioniert das erst. Das heißt, dort ist ein ganz klarer Prozess Hand in Hand zusammenentwickeln. Und dann, wenn wir die ersten Formate entwickelt haben, wo die Brand sagt, passt perfekt zu uns und ist genau der Content, den ich mir vorgestellt habe, oder genau die Information, die ich vermitteln möchte, und dann gehen wir in die Testphase. Die Testphase, würde ich sagen, geht so ein bis drei Monate. Da überprüfen wir den Content, da kommt es auch so ein bisschen auf die Brand an und wie lange es die Brand gibt und wie die Zielgruppe ist und so weiter, und nach dieser Testphase können wir eigentlich so richtig durchstarten, und da fängt an, sich eine Community aufzubauen. Das ist nämlich immer unser Ziel. wenn wir einen Kanal aufbauen, heißt das nicht, dass wir einfach Content posten wollen und viel Content haben wollen, sondern wir wollen eine Community bilden, weil erst die Community macht den Account wertvoll, weil sie den Kanal guckt und sich mit der Brand befasst. Und so haben wir dann irgendwie so eine Jahresphase oder zwei Jahresphase, wo wir mit dem Kunden dann arbeiten und wo wir den Content immer weiter ausarbeiten und versuchen, so möglichst zeitgerecht zu sein, aber trotzdem Evergreen Content mitzufüttern, der halt für immer relevant bleibt. Und so entwickelt sich eine Community, so entwickelt sich eine Followerschaft, und so arbeiten wir auf virale Videos hinaus. Das ist immer klappt, ist nicht der Fall. aber es kommt auch drauf an, wie du viral auch definierst. Für manche Bronzen ist es halt schon richtig geil, wenn die einfach 1000 Views bekommen, weil die Branche so klein ist. Für andere, wie sagt man Coca-Cola, wäre 1000 Views halt ein großer Witz.

Speaker 2:

Ja natürlich Okay. Das heißt aber auch, ihr guckt natürlich drauf, wie können wir in der Community entwickeln? Im nächsten Schritt stellt sich ja die Frage dann du musst ja Community auch managen. Also jetzt erst mal eine Community aufbauen, ist ja das eine, da hast du viele Konsumenten. Aber wenn du dann eine Community hast je nachdem, wie man die definiert und in welcher Größenordnung man von einer Community dann spricht wahrscheinlich auch angelehnt ans Thema dann muss die Community ja trotzdem auch bespielt werden Seid ihr dann sozusagen in diesem Schritt auch wieder Ansprechpartner für eure Kunden?

Speaker 3:

Wir bieten auch die Dienstleistung an, dass wir auch das Communitymanagement machen. Ja, weil man hat echt viele Beispiele, dass Communitymanagement einfach die Brand richtig positiv beeinflusst hat. Zum Beispiel Deutsche Bahn, ultralarme Brand. Hat jeder irgendwo einen Hass, gegen der mal Bahn gefahren ist, weil die halt sehr oft zu spät kommen, und da hat sich die Brand selbst immer wieder Hops genommen und hat quasi mit ihrem Nachteil immer wieder gespielt und ist auf die Leute eingegangen. Die haben sich Naba authentisch gezeigt und auch ihre Probleme selbst genannt und sich selbst so ich sage mal ein bisschen witzig darüber gemacht, und das hat den Leuten extrem gut gefallen. Wir waren ganz oft auf Platz 1 in den TikTok-Charts als Love Brand, was halt richtig crazy ist, weil es war eine Hate Brand und auf einmal Love Brand geworden durch Communitymanagement. Und dieses Communitymanagement braucht auch Fingerspitzengefühle und viel Erfahrung. Manche Brands sagen, wir wollen das Communitymanagement bei uns behalten, weil die dann mehr Einfluss darauf haben, was gepostet wird. Andere Brands sagen okay, wir sehen da auch nochmal Potenzial, weiter zu wachsen, um das ich sage mal richtig zu machen. Und dann geht das Communitymanagement an uns, und wir befassen uns damit, dass die richtigen Accounts, dass Richtige dann kommentiert bekommen oder dass unsere Kommentare richtig beantwortet werden, dass das Ganze auch nochmal eine Wachstumsstrategie darbietet.

Speaker 2:

Aber das bedeutet natürlich, in Abhängigkeit der Range, aus der euer Kunde kommt. Ihr müsst euch inhaltlich natürlich auch mit dessen Themen auseinandersetzen.

Speaker 3:

Absolut. Also, wir müssen wirklich den Kunden extrem tief verstehen. Wenn wir das nicht tun, dann können wir ihm nicht die richtige Dienstleistung anbieten, und dann können wir ihm am Ende auch nicht die Qualität bieten, die wir halt bieten wollen.

Speaker 2:

Okay, Es fällt mir natürlich noch eine weitere Frage ein für die, die sich das erste Mal mit so einem Thema auseinandersetzen no-transcript und baue auf diesem Kanal eine Community auf, und wenn du merkst, dass das gut läuft, dann schalzt einen zweiten Kanal dazu, einen dritten Kanal dazu. Jetzt haben wir ein bisschen vorher gerade herausgearbeitet, dass die Kanäle sich eigentlich kaum noch unterscheiden und dass du theoretisch ja denselben Content auf allen Kanälen bringen könntest. Muss natürlich dann auf allen Kanälen aushalten, dass du permanent in der Testphase bist? Wie seht ihr das mittlerweile? macht es Sinn zu sagen, ich starte nur mit einem Kanal und probiere mich jetzt erstmal aus und baue da eine Community auf, und wenn das gut funktioniert, dann nehme ich die nächste mit dazu? oder ist Die vielseitige Verwendbarkeit von Content heute viel stärker dazu angedacht, mein wegen fünf oder sechs verschiedene Kanäle parallel aufzubauen?

Speaker 3:

Ja, das kommt so ein bisschen drauf an. Natürlich ist es auch eine große Ressourcen Frage und eine große Budget Frage wie viel Möglichkeiten hast du als Brand dazu investieren? weil es ist am Anfang ein Invest. Es dauert auf jeden Fall auch Monate bis nicht sogar Jahre, bis es richtig fruchtet und das geil funktioniert. Aber dann, wenn es einmal funktioniert, dann hast du halt ein Ultra geil mehr wert als Unternehmen, weil du eine Sichtbarkeit hast, du hast mehr Kunden, du hast deine Personal, themen sind auf einmal behoben. Also das sind wirklich sehr viele positive Effekte, die du dadurch hast. Aber Wie du das startest, wenn du wirklich jetzt bei null bist ich würde sagen konzentriere dich auf einen Kanal, teste dich erstmal aus, produziere Videos, lerne Videos zu produzieren. Weil das ist auch meine Empfehlung immer an alle Brands wenn du langfristig Gute Sichtbarkeit garantieren möchtest, dann musst du zu einer kleinen Media Company werden. Das heißt, du hast intern eine kleine Media Company implementiert, die dir gewährleistet, ein bestimmten Content immer zu produzieren. Weil du kannst nicht immer Content einkaufen, weil es sehr teuer ist. Du kannst nicht immer mit Creators arbeiten, weil das auch sehr teuer ist und vielleicht Du da auch mal positive, mal negative Effekte hast. Aber wenn du selbst eine kleine Media Company in deiner Company hast, dann bist du In der in der Position, immer wieder den Content zu produzieren, den du brauchst, auch wenn es vielleicht nicht der High End Content ist, aber eine geile Basis, und alles weitere würde ich dann durch Agenturen abbilden. Wenn es, ich sage, mein krasser Image Film ist, der dann 50.000 oder 100.000 Euro kostet, das ist halt nochmal was anderes. Aber so evergreen Content muss bei dir selbst möglich sein, und um diesen zu diesem Ziel zu kommen, musst du dich damit erst mal beschäftigen. Das heißt so wie du schon eigentlich richtig gesagt hast, ein Kanal erst mal aufbauen, dich darauf zu konzentrieren, ist der richtige Weg. Und zwar würde ich die Plattform nehmen, wo du denkst, dass da deine Zielgruppe ist oder ein großer Teil deiner Zielgruppe ist, und dann kann man immer weiter weitere Plattformen dazuschalten, und da hast du die Möglichkeit, content zu recyceln bedeutet Content, den du eh schon hast, kannst du dort mit posten und hast dadurch weniger Aufwand. Irgendwann kannst du natürlich sagen okay, jetzt möchte ich noch spezifisch gehen und habt die Ressource. Dann postest du auf Instagram nochmal was anderes als auf TikTok oder verknüpft die Accounts noch, dass du sagst okay, weitere Informationen, finde ich, findest du über dieses Produkt oder Auf Instagram, weil da gibt es dann auch eine Produktseite oder ein Shop, das geht dann auch, und so hast du dann quasi eine Multi Channel Strategie. Aber für den Start ganz klar ein Kanal fokussieren und den ordentlich betreiben.

Speaker 2:

Also hat sich nicht wirklich was dran geändert. Insbesondere, wenn du jetzt mit einem Kanal arbeitest und dich an dem sozusagen austops und ausprobierst, dann machst du halt den Fehler nicht auf allen Plattformen gleichermaßen und muss ich dann ärgern, dass den nicht wirklich vorwärtskommst.

Speaker 3:

Du hast für den ersten Eindruck halt keine zweite Chance absolut definitiv, und du ziehst die gleichen Lernungs dann schneller, wenn du einfach schneller viele Fehler machst auf einer Plattform. weil wenn du auf einmal fünf Plattform bedienen möchtest, dann kommst du gar nicht voran. dann brauchst du so viel Energie, und du hast noch keine Strukturen, und du hast noch nicht den Skill, und dann bleibst du irgendwo stecken Und deswegen auf eine Plattform konzentrieren, ganz viele Lernungs ziehen, und dann hast du irgendwann schon alleine verstanden, wie das funktioniert, und kannst dich ausweiten.

Speaker 2:

Okay, was würdest du jetzt jemanden empfehlen, der vielleicht gerade erst mal überlegt okay, ich habe vielleicht schon Social Media Kanäle, ich habe schon Social Media Plattform. ich möchte daraus jetzt ein Business kreieren. Was sollte zuerst stehen, der Content oder das Produkt?

Speaker 3:

Gute Frage was kommt da auch wirklich auf die Branche an? weil man kann mit vielen Produkten auch Pre-Sales machen. Bedeutet, dass du da auch schon eine Brand aufbauen kannst, ohne ein Produkt zu haben. Bestes Beispiel sitzt gerade gegenüber von dir digital das bin ich den Namen Cruten uns überlegt 2018 gegründet, haben wir 2020 und haben dann Cruten einfach als Namen gepusht, ohne dass wir wussten, was jemals daraus wird Bedeutet. In anderen Worten, wir hatten kein Produkt zu verkaufen, wir hatten Cruten. Wir wollten einfach Social Media Reichweite. Das war so unser Ziel. Wir wollten einfach uns cool auf Social Media präsentieren Und haben dann irgendwann gemerkt, das Bedarf da ist. Das heißt, es hat sich auch einmal ein Produkt entwickelt. Unser Produkt war dann Videos und Fotos, und dann haben wir irgendwann gemerkt okay, wir können auch davon sogar leben, und haben dann zum ersten ersten 2020 die Firma gegründet. Das heißt, wir sind genau diesen Weg gegangen, dass wir als erstes eine Brand aufgebaut haben und danach das Produkt integriert haben. Deswegen gibt es hier kein richtig oder falsch. Wahrscheinlich wird beides funktionieren. Es kommt dann wirklich drauf an was ist dein Produkt? weil wenn du jetzt ein Produkt hast, was ultralange Entwicklungszeiten hat Und sehr viele Risiken, da würde ich das nicht schon im Voraus irgendwie verkaufen wollen, ohne zu wissen, dass am Ende auch was bei rumkommt.

Speaker 2:

Okay, jetzt gibt es sicherlich die, die haben eine Produkt Idee im Kopf. Du sagst gerade pre sales, eine tolle Idee, produkt im Kopf, willst aber eigentlich erst mal rausfinden, wie reagiert eine Zielgruppe darauf? wie möchte die also was interessieren die sich dafür? haben die andere Ideen, andere Ansätze, was empfiehlt du in so einer dann was mal Testphase, wenn es eine Community gibt, vielleicht auch erst mal eine kleinere Community, um dann auch bei der Community abzuholen was interessiert euch denn konkret? denn so in meiner Wahrnehmung ist es, so Spiegeln mir auch viele Kunden, mit denen ich arbeite dass die Interaktions Qualität beziehungsweise die Interaktions Häufigkeit auf den meisten Social Media Plattformen eher sehr eingeschränkt ist. Also da, dass das deine Kunden, deine Community, da jetzt immer mal Bock drauf haben, irgendeine Umfrage mit zu machen oder an irgendwelchen Themen teilzunehmen, um dir besser Feedback zu geben für das, was du für sie machen kannst, das ist doch nicht so stark ausgeprägt, wie sich die meisten das wünschen würden. Also gibt es da irgendwie aus eurer Sicht so Ideen und Ansätze, wie man die potenzielle, ich sage mal Bereitschaft, produkte von dir zu kaufen oder von dir entwickeln zu lassen, fördern kann?

Speaker 3:

Also ich finde das eine richtig geile Idee, die Community mit an Bord zu bringen, um das Produkt mit entwickeln zu lassen. Du gehst quasi direkt auf deren Bedürfnisse ein. Natürlich muss deine Community schon vorhanden sein, damit das Ganze funktioniert, aber wenn man die Möglichkeit hat, würde ich es auf jeden Fall nutzen, weil du dann quasi schon ins Branding reingehst und deine Brand aufbaust und deine Community aufbaust Und am Ende im besten Fall sogar ein Produkt entwickelst, was die Community mit entwickelt hat und was genau die Bedürfnisse der Community abdeckt. Deswegen ein richtig cooler Plan, wie gesagt, wenn man die Möglichkeit hat. Ich selbst würde empfehlen zu gucken, welcher Content ist denn relevant für die Zielgruppe, wie sieht der Content aus und welche Plattform ist dafür die geeignetste? weil die Interaktionsrate sehr niedrig. Ich würde da jetzt ganz konkret auf Instagram eingehen. Da ist die Interaktionsrate wirklich nicht geil. Du musst schon echt ein heftiger Influencer sein und eine richtig starke Community haben, damit die ordentlich interagiert. Aber ich sage mal so, der Großteil sind dann halt nur Flammen oder irgendwelche cool oder halt gar gar keine Interaktion, und das bringt dich halt als Brand nicht weiter. Auf TikTok ist es anders. Auf TikTok sind die Leute deutlich offener und näher an dir dran, da kriegst du viel mehr Feedback. Das heißt, vielleicht da, um eine Community aufzubauen, dann eher auf TikTok dich fokussieren, weil auch da sind die Leute deutlich älter geworden mittlerweile so mein Papa ist fast 60. Und mein Papa nutzt TikTok und schickt mir echt sehr oft TikToks rüber. So die Zielgruppe ist auch da angekommen, und das war nicht meine Initiative, dass er das nutzt, sondern das war jetzt Komplett von ihm selbst initiiert, dass er das nutzt, und das heißt, ich kann ihn mit. Ich sage mal ganz easy Auto Content mag sehr gerne Autos, so ihn kann ich da abholen. Das heißt, wenn ich jetzt ein neues Auto entwickeln würde, könnte ich Auf eine Community zugreifen, die es da schon gibt, das heißt, diese älteren Leute, die vielleicht auch noch verbrennen mögen, und keine Elektrofahrzeuge, und das ist so so ein bisschen die Frage Was für Möglichkeiten habe ich? aber grundsätzlich als Idee finde ich das ziemlich geil, dort die Community mit zu anbauen.

Speaker 2:

Okay, das ist wahrscheinlich auch mal für alle die interessant, die jetzt schon eine gewisse Community haben, die aber vielleicht noch gar nicht so richtig wissen, in welche Richtung sie ihr eigenes Business organisieren wollen, und die jetzt vielleicht gerne auch mal von der Community ein bisschen Feedback haben wollen. Und deswegen wäre auch so meine Empfehlung probiert euch mal ein bisschen aus, überlegt euch ein paar Content Pieces, was ich den Leuten geben wollt, und schaut euch mal an, gerne auch mit so einer Call to Action Anfall, so mal auf Forderung. Gebt mir mal ein Feedback dazu. Ist das das, was ihr gerne wissen wollt? ist das, was ich anspricht, das ihr überhaupt erst mal ein Gefühl dafür bekommt? seid ihr auf dem richtigen Weg, oder zumindest orientiert ihr euch in die richtige Richtung, denn viele Bauen Produkte und Dienstleistungen, die am Ende eigentlich kein, kein Mensch haben wird.

Speaker 3:

Ja, das stimmt, absolut sehe ich genauso. Und hier noch eine Ergänzung Durchhalte vermögen haltet durch, postet nicht zehn Videos. Und dann sagt ihr nach zehn Videos Okay, es hat kein Video geklappt, weil wir mussten hunderte Videos posten auf TikTok, damit das funktioniert hat. Wir haben selbst eine Reichweite auf TikTok und haben 450.000 Follower rund, und die kam halt auch nicht von ungefähr. Wir haben getestet, wir haben Durchhalte vermögen gezeigt, wir haben immer wieder unsere Videos analysiert, wir haben uns immer wieder angepasst an die momentanen Trends oder an die momentanen Situation. Wir haben uns immer wieder neu erfunden, und dadurch kam der Erfolg. Und nicht, weil wir zehn Videos gepostet haben und die direkt alle viral gegangen sind, nein, und unsere ersten Videos waren richtig grotten schlecht auf TikTok. Die hatten zehn Views, und das waren zehn Videos mit zehn Views. Also, dass wir überhaupt noch weiter gemacht haben, ist eine Sensation. Applaus an uns selbst da. Aber ja, das ist wirklich so. Man musste wirklich durchhalten und verstehen, wie die Plattform funktioniert und wer ist deine Zielgruppe und welche Videos kommen an.

Speaker 2:

Also das Durchhalten finde ich sowieso grundsätzlich wichtig. Jetzt ist natürlich gerade die Frage wenn du dich mit so einer Plattform beschäftigst, gibt es wahrscheinlich auch viele, die erstmal denken, viel hilft viel. Ja, also, die haben jetzt irgendeinen Tool. also ich kenne zum Beispiel jemanden, die probiert da zum Beispiel regelmäßig irgendwelche neuen Tools aus, wie man Reels basteln kann und so weiter und so fort, und dann werden dann eben mal einen Tag fünf solle Videos hochgeschossen, und dann passiert mal drei Tage gar nichts. Was ist so deine Empfehlung? Also, egal jetzt mal, wie begeisterungsfähig man ist für bestimmte Hilfsmitteln, mit denen man dann seinen eigenen Content erstellen kann, ist es sinnvoller zu sagen okay, also ich bringe jetzt mal wegen jeden Tag meine ein bis zwei Videos, meine ein bis zwei Stories und halte das aber eben lange Zeit durch, bin da sehr konsequent. Oder honorieren diese Plattform eben auch mal so up and downs im Sinne von ich habe mal einen Tag, da mache ich richtig viel, und ich habe mal einen Tag, da mache ich gar nichts. Was ist so die sinnvolle Strategie?

Speaker 3:

Also up and downs würde ich keinem empfehlen. Erstens, dass es schwierig für deinen Kopf, zweitens, das Schwierige zu implementieren in deinen Tagesablauf, solche Prozesse, und drittens, der Algorithmus, der bestraft dich sofort. Also, es gibt auch einen Algorithmus. Ich sage immer Content is king, das heißt, der Content muss geil sein. Wenn der Content geil ist, dann findet er seine Zielgruppe. Aber auch der Algorithmus pusht eher Accounts, die kontinuierlich dran bleiben und kontinuierlich Content liefern. Zum Thema 15 Videos an einem Tag posten ja, es ist auf jeden Fall eine Strategie, aber dann würde ich empfehlen, jeden Tag 15 Videos zu posten, weil da gibt es auch Erfolgstories. Jeremy Fragrance, er sagt, ich poste am Tag einfach 10 Videos, eins davon funktioniert, die anderen nehme ich wieder offline, und dann hast du dein Millionenvideo, und das jeden Tag. Weil er dann einfach jeden Tag immer 10 Videos gepostet hat, hat so seine Reichweite halt enorm hochgeschossen.

Speaker 2:

Das heißt, es macht statt den Content. Das wäre mal auch mal so interessant. Bestraft dich dann nicht eigentlich so ein Algorithmus auch dafür, dass du ist das mal nur die geilen Videos da lässt, und die anderen nimmst du runter?

Speaker 3:

Nein, bestraft der Algorithmus nicht. Für die App oder für die Plattform ist ja wichtig, dass einfach viel Content kommt und dass dort viel Viewtime entsteht. Bedeutet, wenn auf einem Account viele Videos sind, die viele Millionen Views haben, solche Accounts werden weitergepusht. Bedeutet, wenn ein Account viel uploadet, wird der auch weitergepusht. Weil das ist ja davon lebt ja die Plattform am Ende von viel Viewtime von Zuschauern. Und deswegen macht es auch keinen Sinn, so eine Person zu bestrafen, die einfach viel Content uploadet. Und bei TikTok ist noch ein Riesenvorteil wenn ein Video scheiße ist, dann sieht es keiner. Wenn ein Video geil ist, dann sehen es ganz, ganz viele. Bedeutet, am Ende werden nur die geilen Videos gesehen und die scheiß Videos einfach nicht. Das heißt, man kann viel testen.

Speaker 2:

Okay, okay, spannend. Ja, ihr Lieben, ihr seht, content Management, content Marketing, social Media, arbeit, das ist eben alles mittlerweile ein echter Business Case geworden, und du hast es vorhin gerade gesagt eigentlich muss in jeder Firma so eine Art kleine Mediareinheit sitzen, weil du das alleine eben wahrscheinlich, wenn du es qualitativ ordentlich und hochwertig machen willst, fast gar nicht mehr hinkriegst. Jetzt habe ich noch eine Frage, bevor wir zum Schluss kommen. Es gab ja eine Zeit lang auf vielen Social Media Kanälen, insbesondere die mir von Video Content lebten ja immer so den Anspruch ja, also, es muss auch eine richtig geile Qualität sein. Mittlerweile habe ich fast den Eindruck, dass es für viele Plattform eigentlich viel spannender und interessanter ist, wenn das so real Content ist, also wenn das jetzt nicht so die super hochgestochen, scharf aufgenommenen Videos sind, sondern die Tonqualität muss stimmen. aber das Video darf durchaus auch eine authentische Note haben. Wie ist da so euer Blick drauf?

Speaker 3:

Absolut ich würde hier so ein Mix empfehlen Authentischer Content, easy aus dem Handy heraus, ist halt naber, ist authentisch, und das spüren die Leute direkt. Wir sind ganz nah an dir, wenn du so Glossy Content erstellst, der professionell gefilmt ist, der hat so mehr Distanz, aber symbolisiert mehr Qualität. Das heißt, wenn du so ein Mix daraus machst und je nach Format unterschiedliche Qualitätstufen, dann sag ich, jetzt mal aufnimmst, dann ist es geil, dann hat der Kunde irgendwo verstanden, du möchtest auch Qualität bieten, aber du bist trotzdem irgendwo naber. Und so ein Mix daraus machen wir zum Beispiel bei Cruten auch. Ich finde selber geil, und das funktioniert. Deswegen vielleicht funktioniert es auch nicht bei jedem. Das muss man auch so testen. Wie gesagt, testen ist sehr, sehr wichtig, aber um Qualität zu symbolisieren, musst du halt qualitativ hohe Videos machen, und um naber und authentisch zu sein, würde ich dann auf Handyvideos zurückgreifen.

Speaker 2:

Okay. Also ihr habt gehört, es lohnt sich auf jeden Fall, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Ich würde euch auch definitiv empfehlen, check Cruten als Unternehmen mal aus. Wir werden die Webseite natürlich auch hiermit in die Schoenlots stellen, und dann guckt euch mal an, was man alles machen kann, und ich glaube, das, was Dima heute hier bei uns mal dargelassen hat, das lässt ja zumindest eine Menge an Möglichkeiten zu. Was kannst du im Social Media Bereich machen? Was kannst du mit Fotos und Videomaterial machen? Wie wichtig ist das Thema Content. Also, wir haben eine Menge Sachen gestreift, und eigentlich hattest du nur 40 Minuten Zeit, und es sind schon fast bei einer Stunde. Insofern, dima, sage ich es mal ganz herzlich Dankeschön für deine Zeit und vor allen Dingen für den vielen und inhaltlich wirklich sehr starken Content, den du mit uns geteilt hast, weil ich glaube, das ist wichtig für viele, auch besser nachvollziehen zu können und verstehen zu können. Wo geht denn hier die Reise hin im Bereich Social Media und die Arbeit mit Bild und Videomaterial? Also danke dafür.

Speaker 3:

Ja, sehr, sehr gerne. Die Stunde ist wirklich verflogen, und ich habe alles immer nur so ein bisschen angerissen, deswegen könnte ich echt stundenlang darüber reden. Machen wir ja dann auch mit unseren Gründen. Aber ja, hat sehr, sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, ich konnte einen Blick darauf geben, wie Social Media so funktioniert und wie Videokontent dort integriert ist und wie man das für sich nutzen kann. Aber für alle weiteren Fragen stehe ich auf jeden Fall immer bereit. Das heißt, mich gerne kontaktieren, wenn ihr mehr wissen wollt. Es ist ein spannendes Thema und ich denke, auch ein sehr, sehr wichtiges Thema für die Zukunft.

Speaker 2:

Absolut, und ich bin sicher, dima, das war heute nicht das letzte Mal, dass wir miteinander gesprochen haben. Insofern glaube ich schon, dass wir noch einiges mehr ausgraben können. Nehmen wir uns ein bisschen mehr Zeit dazu beim nächsten Mal.

Speaker 3:

Genau so machen wir es, sven.

Speaker 2:

Vielen Dank Okay danke dir und euch da draußen jetzt natürlich einen schönen restlichen Tag. Macht das Beste draus, bleibt erfolgreich, und ich freue mich, wenn wir uns in der nächsten Podcast Folge wieder hören. Bis dann macht's gut, ciao, ciao. Untertitel im Auftrag des ZDF für funk 2017.

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